Algorithmus zur Studienwahl: 3 ausgefallene Wege zum Studium

Über 140 Studiengänge bietet die Universität Leipzig an und Du hast noch gar keine Ahnung, was Du studieren willst? Falls Du die klassischen Methoden zur Studienwahl etwas langweilig findest, habe ich hier genau das Richtige für Dich. Es folgen ein paar ausgefallene Tipps, wie Du systematisch zu Deinem Traumstudium kommst bzw. Dir ausgefallen-konstruktiv die Zeit vertreibst. Also: Zettel, Stift und los geht’s!

//Du sucht ein paar alltagstaulichere Tipps zur Studienwahl? Dann findest Du einige nützliche Links im letzten Absatz des Beitrags.

#1 Turnier-Sort

Wer glaubt, Sortieralgorithmen haben nichts mit der Realität zu tun, hat weit gefehlt. Abgesehen davon, dass es sicherlich nie schlecht ist, irgendwas automatisiert sortieren zu können, liebe ich diesen Algorithmus sogar und wende ihn bei den verschiedensten Alltagsproblemen an. Sei es die Auswahl des nächsten Films, die Bestimmung des leckersten Desserts oder auch - für Dich - die Frage des besten Studiengangs - alles Probleme, die man lösen kann. Bestenfalls hast Du bereits eine Auswahl Deiner favorisierten Studiengänge getroffen und kannst damit das Problem systematisch lösen.

//How to: Man schreibe alle favorisierten Studiengänge in eine Zeile nebeneinander (notfalls auch alle über 140 – insofern das Blatt groß genug ist). Jetzt vergleicht man immer zwei nebeneinanderstehende Studiengänge. Jenen, den man besser findet, schreibt man in die zweite Zeile. Wer keinen "Partner" hat, rückt automatisch eine Zeile weiter. Den ganzen Spaß wiederholt man so lange, bis am Ende nur noch ein Studiengang übrig ist. … Herzlichen Glückwunsch! Das ist Dein Ergebnis.

#2 Das "Sekretärinnen-Problem"

Stell Dir vor Du bist Chefin bzw. Chef und willst von allen Bewerberinnen und Bewerbern die beste Sekretärin bzw. den besten Sekretär einstellen. Das Problem ist, dass Du überhaupt keine Zeit hast alle Bewerbungen genau zu analysieren. Wie um Himmels willen, sollst Du denn da den besten Bewerber finden – oder analog den besten Studiengang?

//How to: Die Lösung kann man umgangssprachlich als 37%-Regel bezeichnen. Betrachtet man die Wahrescheinlichkeit, macht es Sinn, ungefähr die ersten 37% der betrachteten Studiengänge konsequent abzulehnen, um anschließend den ersten Studiengang zu nehmen, der besser ist, als der zuvor gefundene Favorit. 

#3 Gewinn nach Punkten: Für alle, die es kompliziert mögen

Welche Voraussetzungen bringst Du mit? Wo liegen Deine Interessen? Fragen über Fragen … und wie soll man das miteinander vergleichen. Eine sehr einfache Variante ist das Vergeben von Punkten in den einzelnen Disziplinen „Interessen“, „berufliche Einsatzfähigkeit“, „schulische Leistungen“ usw. Am Ende gewinnt einfach der Studiengang, der in allen Bereichen die beste Wertung erreicht hat.

//How to: Sortiere Deine favorisierten Studiengänge in von Dir aufgestellten Disziplinen. Die Punkte kannst Du dann ja auch gemäß der Platzierung vergeben und gegebenenfalls mit einem Faktor sogar noch unterschiedlich gewichten. Am Ende summierst Du alle Punktezahlen auf und gewonnen hat der Studiengang mit der höchsten Gesamtpunktzahl.

#Hilfe! Ich bin bis hierhin gekommen und noch nicht schlauer…

Weitere und auch etwas alltagstauglichere Hinweise zur Orientierung findest Du hier auf dem Studienstartportal.
Außerdem gibt es auch die Möglichkeit einen der Orientierungsworkshops zur Studienwahl zu besuchen. Für den Fall, dass Du Dich doch lieber online und dennoch individuell informierst, kannst Du Dich auch für eines der Webinare anmelden.

// Peter studiert Mathematik und Informatik (*ironischer Unterton* merkt man gar nicht) für das Lehramt am Gymnasium an der Uni Leipzig. Im CampusSpezialisten-Blog berichtet er über das Uni- und Studentenleben in Leipzig und gibt praktische Tipps.

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