Eine erfolgreich misslungene Semestervorbereitung

Alles eine Frage der Organisation

Ein Semester ist wie der Geburtstag eines Freundes – es kommt jedes Jahr aufs Neue unerwartet. Und während im vertrauten Eigenheim der semantische Unterschied zwischen „individueller Ordnung“ und „Oh mein Gott! Bei dir wurde eingebrochen!“ nicht mit Sicherheit festgestellt werden kann, legt man sich doch lieber erstmal auf die Couch, um sich wichtigeren Dingen des Lebens zu widmen. Schließlich hat man ja noch jede Menge Zeit. Erst einmal den aktuellen Vorbereitungsfortschritt bei den Kommilitonen erfragen. Natürlich wird man in diesem Fall nie leichtfertig. Denn um ganz sicher zu gehen, kennt jeder noch einen ganz bestimmten Mitstudenten, nach dem man auf keinen Fall anfangen sollte sich vorzubereiten.

Den Durchblick behalten

Von der Couch schaue ich aus sicherer Perspektive auf den Fußboden, beziehungsweise auf das, was den Boden verdeckt: Ordner, Hefter, lose Blätter und anderer Krimskrams vom letzten Semester kämpfen mit dem Staub auf dem Boden um die Vorherrschaft.

Natürlich könnte ich mich durch ein paar Unterlagen wühlen, um dadurch einige Aufzeichnungen zu erhaschen, die unter Umständen auch fürs folgende Semester relevant sein könnten. Wenn ich jedoch darüber nachdenke, wie gefährlich es sein könnte, den ganzen Staub einzuatmen, der dabei aufgewirbelt wird, bleib ich lieber faul. Faul – aber am Leben! 

Ich bekomme eine Nachricht, in der ich gefragt werde, wann die Modulanmeldung beginnt … das ist eine sehr gute Frage, sage ich halblaut zu mir selbst. Doch bevor ich weiter darüber nachdenken kann, kommt mir der Gedanke: „Warum gibt es Mensa eigentlich nicht als Modul?“ Mit Sicherheit wäre es eines meiner Lieblingsmodule! Das wäre auch mal eine Prüfungsvorbereitung, in die ich mich reinhängen würde. Doch halt! Bevor ich mich irgendwo anmelde, muss ich ja erst mal wissen, wann ich potentiell Zeit hätte. Schließlich bin ich schwer beschäftigt.

Das Wesentliche

Glücklicherweise ist ja mittlerweile alles online einsehbar und so kann ich den Laptop verwenden, der sich praktischerweise bereits in meinem Couch-Greif-Radius befindet.

Ich überfliege die Texte zum Thema irgendwelcher Prüfungsvorleistungen und Klausuren. Dabei erwisch ich mich selbst, wie mir immer wieder die Augen zufallen. Eine so extreme Anzahl an Buchstaben macht mich immer müde …
Vielleicht sollte ich damit anfangen, den Kneipenabend mit Mirco einzutragen.

Ich muss schon mal sagen: So eine Semestervorbereitung macht mir ganz schön zu schaffen. Das sollte eigentlich auch schon als absolvierte Prüfungsvorleistung zählen. Doch ich sollte mich nicht so hetzen. Das letzte Semester hab ich ja schließlich auch überstanden … irgendwie. Bezüglich der anderen Informationen muss ich erst mal eine Nacht schlafen. Schließlich sagt man ja immer, dass das Gehirn erst im Schlaf unsere aufgenommenen Informationen verarbeitet. Und zumindest gefühlt habe ich sehr viel zu verarbeiten.

... und jetzt mal Klartext

Wichtige Punkte zur Semestervorbereitung:

  • Sind alle vergangenen Unterlagen gut verstaut?
  • Welche Themen setzten sich über das Semester fort?
  • Wie sieht mein neuer Wochenplan aus?
  • Welche Prüfungen stehen wann an?
  • Welche Prüfungsvorleistungen sind erforderlich?
  • An welcher Stelle hat es sonst immer gehakt?


// Peter studiert im zweiten Semester Mathematik und Informatik für das Lehramt am Gymnasium an der Uni Leipzig. Im CampusSpezialisten-Blog berichtet er über das Uni- und Studentenleben in Leipzig.

Wie bereitet man sich gut auf das nächste Semester vor? Wie sollte man vorgehen und wie eher nicht? Der folgende Blogbeitrag liefert Hilfe der anderen Art. CampusSpezialist Peter berichtet von einer erfolgreich misslungenen Semestervorbereitung ...

Foto: Denise Schneider
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