"Mein Auslandssemester in Montpellier" - Helen berichtet

Sachen gepackt. Ab nach Frankreich. Die Leipziger Lehramtsstudentin Helen hat’s gemacht. Über ihr Auslandssemester an der Université Paul Valery in Montpellier sagt sie ...

Helen berichtet vom Erasmus-Auslandssemester in Frankreich

Montpellier in drei Worten – was darf man dort auf keinen Fall verpassen?

Altstadt, Nachtleben, Umland!

Deine Gast-Uni in drei Punkten – was hat am meisten Eindruck auf dich gemacht?

    • Viele, viele internationale Studenten

     

    • Gelassenheit und teilweise Chaos in der Administration

     

    • Großer Campus mit viel Grünfläche samt Pinienbäumen und Palmen 

Dein ERASMUS-Leben im Abriss – wie sah ein normaler Tag der  Austauschstudentin Helen aus?

Morgens ein schnelles Frühstück in dem kleinen Garten/Hof meines WG-Häuschens. Dann mit dem Fahrrad via Slalom durch Autostaus zur Uni. Dort auf dem Weg zu „bâtiment A, D oder F“ teilweise den kompletten Campus durchqueren. Nach ein paar Wochen fanden sich auch die ERASMUS-Studenten und Erstsemester zurecht. Dann CM (Vorlesung, häufig ohne Power-Point oder anderes Anschauungsmaterial) oder TP (Travaux pratiques = Seminar). Zwischen den Veranstaltungen mit anderen ERASMUSlern und Franzosen auf einer der Wiesen unter Pinienbäumen oder in der Cafeteria entspannen. Nach der Uni dann mit dem Fahrrad zurück und falls der Nachmittag noch lang genug ist zum Strand. Oder in den Park. Oder in die Altstadt. Abends kochen mit den Mitbewohnern oder Freunden und dann ein ums andere Mal Apéro. Abkürzung für Aperitif, was unter französischen Studenten gleichbedeutend ist mit einem gemütlichen Zusammensitzen, quatschen, Wein trinken und an Erdnüsschen knabbern. Jedes Mal ein gebührender Abschluss eines ERASMUS-Tages.

Dein Studium in Leipzig – wie passt der Auslandsaufenthalt rein?

Da ich neben Sport eben Französisch auf Lehramt studiere, passt dieses Jahr in Frankreich perfekt! Durch mein ERASMUS-Praktikum im zweiten Semester, werde ich zwar definitiv 1-2 Semester länger im Bachelor studieren, aber ich wollte diese Chance im Auslandsjahr voll nutzen. Da wir später noch lange genug arbeiten können, sollte man sich diese Möglichkeiten, die sich einem im Studium bieten, mitnehmen. Nun spreche ich fließend Französisch, habe einen großen Vokabelreichtum und neben der Sprache fühle ich mich selbst reifer nach diesem Jahr und konnte eine andere Kultur, eine andere Stadt, ein anderes Land erleben.

Das nötige Kleingeld – wie finanziert man am überhaupt ein Auslandsstudium?

Dank der Erasmusförderung kann man schon mal eine kleine Finanzhilfe einplanen. Da das Leben aber fast überall teurer ist als in Leipzig und vor allem in Südfrankreich, kommt man damit auf keinen Fall über die Runden. Also unbedingt Auslands-BAföG beantragen (1/2 halbes Jahr vorher!). Außerdem hat man in Frankreich die Möglichkeit, auch als ERASMUS-Student von CAF, dem französischen Wohngeld, zu profitieren. Dieses kann man allerdings erst im Land angekommen beantragen. Legt man all diese Hilfen zusammen und jobbt vielleicht noch nebenher als Nachhilfelehrer für Deutsch oder als Kellner oder…, dann hat man sein Auslandsstudium finanziert. Aber Achtung! Das Geld der ERASMUS-Förderung, von BAföG und auch der CAF erhält man erst sehr spät! Also unbedingt ein Polster für die ersten drei Monate vorsehen!

 

Helen studiert Französisch und Sport auf Lehramt an der Uni Leipzig und hat das Wintersemester 2012/13 in Montpellier absolviert. Sie nutzte einen von mehreren hundert Austauschplätzen, die die Uni Leipzig im Rahmen des ERASMUS-Programms in ganz Europa anbietet. Nach dem Studienaufenthalt an der Université Paul Valery macht Helen nun ein ERASMUS-Praktikum an einer Schule.

Mehr Informationen zu Studien- und Praktikumsmöglichkeiten im Ausland findest du hier.

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