Mein Semester als Tutorin

An der Uni lehren nicht nur Professoren, Doktoranden und wissenschaftliche Mitarbeiter, sondern auch Studierende. Als Tutoren und Tutorinnen helfen höhere Fachsemester ihren Kommilitonen aus jüngeren Jahrgängen bei Prüfungen und mit dem Lernstoff. Ich habe mich in diesem Semester selbst als Tutorin erprobt und dabei einiges Neues über das Lehren, mein Fach und mich selbst gelernt ...

Studenten im Seminarraum an der Universität Leipzig

Als Student selbst lehren – die Tutor(innen)-Qualifizierung unterstützt

Für mich begann alles mit einem Workshop durch die Tutor(innen)-Qualifizierung an der Uni. Zwei Tage lang lernten ich und die anderen angehenden Tutoren unterschiedliche Methoden für unsere späteren Stunden und wichtige didaktische Grundlagen kennen. Einige dieser Herangehensweisen kannte man schon aus seiner eigenen Erfahrung als Schüler, andere wiederum waren mir vollkommen neu. Durch den Workshop inspiriert und motiviert, startete ich mit einer Vielzahl von Ideen und Vorstellungen in meine Zeit als Tutorin.

Natürlich war ich dennoch schrecklich nervös vor meiner ersten Stunde. Wie würden meine Schützlinge wohl sein? Was passiert, wenn ich eine Frage einmal nicht beantworten kann? Werden sie mich als Studentin überhaupt ernst nehmen und was passiert, wenn sie einfach nicht mehr kommen?

Meine Zeit als Tutorin – das habe ich gelernt

Meine Bedenken erwiesen sich schnell als vollkommen unbegründet. Von der ersten Stunde an zeigte sich, dass meine „Erstis“ ein bunter Haufen interessierter Studenten sind, die sich darüber freuen, eine Plattform zu haben, auf der sie sich über das Gelernte austauschen können. Sie sind für jeden Tipp dankbar und nehmen es einem nicht übel, wenn manchmal etwas nicht so klappt, wie man es geplant hatte.

Ambitioniert, wie ich war, habe ich versucht, meine Stunden möglichst abwechslungsreich und interaktiv zu gestalten. Einige der Methoden aus dem Qualifizierungs-Workshop haben mir dabei gute Dienste erwiesen, andere wiederum haben mit meiner Gruppe nicht ganz so gut funktioniert. In jedem Fall war es eine gute Erfahrung herauszufinden, was mit meinen Studis funktioniert, was eher nicht und wie viel Zeit ich ihnen eigentlich für diese oder jene Aufgabe geben muss. Ich selbst habe in der ganzen Zeit aber nicht nur die didaktischen Methoden, sondern auch mein eigenes Fach besser kennengelernt. Zwar habe ich den ganzen Stoff irgendwann am Anfang meines Studiums einmal gelernt, aber vieles war doch in Vergessenheit geraten. Das Tutorium war also auch für mich eine gute Gelegenheit, noch einmal Dinge zu wiederholen und nachzulesen, wie das jetzt alles eigentlich genau war.

Mittlerweile ist meine Zeit als Tutorin vorbei und es bleibt mir zu hoffen, dass meine Schützlinge nicht nur die Klausur bestehen, sondern vielleicht noch die eine oder andere zusätzliche Erfahrung mit aus dem Tutorium nehmen. Ich erinnere mich immer noch an meine Tutorin aus dem ersten Semester und vielleicht bleibt das Tutorium ja auch dem einen oder anderen meiner Teilnehmer in guter Erinnerung. Ich hoffe es zumindest.

Hier erfährst du mehr zur Tutor(innen)-Qualifizierung an der Uni Leipzig.

Nadja

Nadja studiert Communication Management an der Uni Leipzig. Im CampusSpezialisten-Blog berichtet sie über das Uni- und Studentenleben in Leipzig.

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