Sommersemester vs. Wintersemester

Am Kamin oder am Strand? Mantel oder Badesachen? Glühwein oder Sangria? … Schweißgeruch oder Räucherstäbchen?
Da jeder Studierende an der Universität einen nicht unerheblichen Teil seines Lebens verbringt, wird sich jeder früher oder später fragen, welches der beiden Semester eigentlich das schönere ist. Und da „42“ nun mal nicht auf alles eine sinnvolle Antwort sein kann, kommt hiermit das Statement, wieso dein Lieblingssemester das beste Semester sein muss.

© Peter Kießling sowie Colourbox, 2015
© Peter Kießling sowie Colourbox, 2015

Antwort für Fans des Sommersemesters

Was kann am Sommer schon schlecht sein?
Es ist oft traumhaftes Wetter, man kann baden gehen und sich in den Garten legen. Die Tage sind länger, es wird gegrillt und vor allem fallen sämtliche Nachteile des Winters weg. So braucht man keine Angst mehr zu haben, dass das Auto womöglich nicht mehr anspringt oder die Schuhe vom Schnee durchweicht sind.
„Winterstimmung! – Ob man will oder nicht“ ist zudem aktuell stets das Motto aller, die am Hauptcampus der Universität Lehrveranstaltungen haben. Denn hier ist es wirklich unmöglich, das bevorstehende Weihnachtsfest zu ignorieren. Die zentrale Lage ist an dieser Stelle das Verhängnis und es wird undurchführbar, dem Weihnachtsmarkt zu entfliehen. Kann man mögen – muss man aber nicht.
Davon abgesehen kann man im Sommersemester beinah alles unter freiem Himmel machen, was sich im Wintersemester oft als etwas schwierig erweist.
Die Sommermonate sind und bleiben immer noch die schönsten Monate – oder?
Jeder eiserne Verfechter des Sommersemesters sollte an dieser Stelle besser aufhören mit Lesen. … Nein, ehrlich jetzt! Nicht weiterlesen! …

Antwort für Fans des Wintersemesters

Was kann am Winter schon schlecht sein?
Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich bin ein ziemlicher Fan von Feiertagen. Durch den dies academicus, Weihnachten und Neujahr mit der damit einhergehenden Vorfreude ist der Dezember jedes Jahr aufs Neue eine gute Ablenkung vom klassischen Alltag. Dazu kommen noch der Weihnachtsmarkt und die Weihnachtsvorlesungen, von denen es einige sogar regelmäßig in die Zeitung schaffen.
Das Winterwetter kann für mich außerdem wie ein fremdes Haustier sein:
Aus sicherer Entfernung betrachtet, finde ich es oft wirklich schön. Wenn man sich jedoch längere Zeit damit unmittelbar beschäftigt, freut es einen, dass man es nicht ununterbrochen damit aushalten muss.
Und im Gegensatz zum Haustier hat man keinerlei schlechtes Gewissen, wenn man den Winter längere Zeit hinter einer Glasscheibe betrachtet. Für mich ist der Dezember damit ein Monat, der es immer wieder schafft, mich abzulenken und zu beeindrucken.
Außerdem gibt es noch einen weiteren interessanten Vorteil, denn obwohl beide Semester gleich lang sind, kommt mir das Wintersemester doch immer etwas kürzer vor als das Sommersemester. Ob „kürzere Tage“ nun eher ein Vor- oder Nachteil sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber immerhin bin ich an kalten oder nassen Wintertagen weniger traurig, nicht draußen gewesen zu sein, als das im Sommer manchmal der Fall ist.

Antwort für Streitschlichter

Am Ende ist es ja auch ziemlich egal, wie viele Vor- und Nachteile man aus dem einen oder anderen Semester rauskitzelt. Auch wenn das Wintersemester mein persönlicher Favorit ist, kann ich es doch verstehen, wenn jemand ein echter Sommer-Fan ist. Aber davon abgesehen: Mit den richtigen Leuten kann ein Abend auf dem Weihnachtsmarkt mindestens genauso schön werden wie ein Tag am Strand.

Peter

// Peter studiert Mathematik und Informatik für das Lehramt am Gymnasium an der Uni Leipzig. Im CampusSpezialisten-Blog berichtet er über das Uni- und Studentenleben in Leipzig.

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