Warum ein schlechtes Semester nicht schlecht sein muss

Eigentlich hattest Du das letzte Referat so gut vorbereitet und am Ende ist doch alles anders gekommen als gedacht: Fast zu spät gekommen, Kopierer kaputt, keine Antwort auf die einzige Frage und der Computer installiert erst einmal eine halbe Stunde die neusten Updates. Doch nicht nur das – irgendwie scheint das ganze Semester überhaupt nicht so zu laufen, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Warum Du mit solchen Problemen nicht alleine bist und ein schlechtes Semester nicht immer schlecht sein muss …

© Colourbox, 2017

#1 Wenn immer alles glatt läuft …

… wo solltest Du Dich dann verbessern? Das klingt im ersten Moment vielleicht nach Jammern auf hohem Niveau, aber wenn in Deinem Studium keine Rückschläge auf Dich warten, woher sollst Du dann wissen, an welcher Stelle Du Dich noch verbessern kannst und wo sich Potenzial zum Lernen verbirgt.

#2 Möglichkeit zur Veränderung

Jetzt, da das letzte Semester nicht annähernd so erfolgreich war, wie Du Dir erhofft hast, steht fest, dass Du etwas ändern solltest. Nutze also Deinen leistungsmäßigen Durchhänger, um mal genau zu untersuchen, wie es zu der Situation gekommen ist. Über kleine Probleme sieht man ja gerne mal hinweg – also, nutze diesen Moment als die Gelegenheit das Ruder noch mal rumzureißen.

#3 Verantwortung übernehmen

Wäre die Prüfung nicht so früh gewesen, oder der Stoff nicht so umfangreich, das Blatt nicht so weiß oder der Wind nicht so laut …
Klar ist es schön, wenn Du keine Schuld daran hast, sollte einmal etwas nicht optimal gelaufen sein - aber stimmt das tatsächlich? Es lohnt sich immer darüber nachzudenken, was Du vielleicht das nächste Mal sinnvoll anders machen könntest. Damit kannst Du vermeiden, dass nicht noch ein zweites Chaos entsteht. Das gilt übrigens auch für Erfolge im Studium. Die Klausur muss nicht zu leicht gewesen sein, nur weil Du eine marklose Note hast. Vielleicht hast Du in diesem Fall auch einfach mal alles richtig gemacht.

#4 Noten sind nicht alles

Mancher achtet zwar seit dem ersten Semester penibel auf seinen Notenschnitt, jedoch ist die Abschlussnote am Ende auch einfach nur eine Zahl. Und bei Weitem nicht das wichtigste Kriterium, wenn es später darum geht, einen passenden Job zu finden. Laut dem Uni-Ranking der Wirtschaftswoche 2016 steht der Notendurchschnitt lediglich an fünft wichtigster Stelle bei der Personalauswahl. Als viel wichtiger sehen die zukünftigen Arbeitgeber Faktoren wie Persönlichkeit, Praxiserfahrung, Abschlussart oder auch sehr gute Englischkenntnisse an.

Lass Dich also von Deinem aktuellen Leistungstief nicht total runterziehen. Versuche Dein Studium stattdessen so zu sehen, wie es angedacht ist: Als Raum, um aus den eigenen Fehlern und Erfolgen zu lernen, um sich so bestmöglich weiterzuentwickeln.

// Peter studiert Mathematik und Informatik für das Lehramt am Gymnasium an der Uni Leipzig. Im CampusSpezialisten-Blog berichtet er über das Uni- und Studentenleben in Leipzig und gibt praktische Tipps.

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