Wie zum Lernen gemacht (?!) - 6 beliebte Treffpunkte für Lerngruppen

Lerngruppen sind besonders in der Prüfungsphase ziemlich hilfreich. Doch wo findet man einen passenden Platz für ein Treffen mit den KommilitonInnen? Olga hat mal einige Leipziger Orte gesammelt, an denen sich Lerngruppen besonders gerne aufhalten.

Treffpunkte für Lerngruppen

#1 Cafeteria

Ich weiß, Mensa und Cafeteria sind zum Essen da. Trotzdem versuchen Lerngruppen immer wieder, hier einen freien Tisch zur Vorbereitung von Referaten oder Gruppenarbeiten zu ergattern. Wenn es klappt, wird der Tisch dann für mehrere Stunden nicht mehr aus den Augen gelassen. Der Koffeinbeauftragte nimmt Gruppenbestellungen auf, begibt sich einige Meter weiter zum Automaten und kommt als vollbepackter Held zurück, während die anderen den Platz bewachen. Die Entscheidung, den eingenommenen Tisch endgültig zu verlassen, sollte gut durchdacht und gemeinschaftlich abgestimmt werden – denn es gibt kein Zurück mehr. Die nächste Referatsgruppe lauert schon um die Ecke.  Und dann gibt es auch noch diejenigen, die einfach nur essen wollen…

#2 Bäckereien und Cafés

Wo lassen sich in der Innenstadt Sitzmöglichkeiten, Tische und Steckdosen auftreiben? Die einzig logische Antwort darauf lautet natürlich: beim Bäcker oder in einem Café! So trifft man zwischen Brötchenkörben und Kuchentheke nicht selten auf Studierende, die auf ihre Laptops starren oder in Gruppensitzungen an überfüllten Tischen mit ihren ausgebreiteten Heftern und Mitschriften kämpfen. Raum, Strom und ein Dach über dem Kopf bei schlechtem Wetter – was will man mehr? Aber: Nicht vergessen, auch etwas zu bestellen! ;)

#3 Open Air

Bei milden Temperaturen verzichtet man gerne auch mal auf Strom und einen festen Sitz und begibt sich (noch) motiviert und guter Dinge zum Lernen ins Freie. Ob auf den Mauern der Moritzbastei, im Uni-Innenhof oder im Park neben der Uni – die Gruppensitzung macht in frischer Luft, unter freiem Himmel und mit Sonnenschein im Gesicht doch gleich viel mehr Spaß – denkt man. Denn leider vergisst man bei dem ganzen Urlaubsfeeling auch schnell den eigentlichen Plan: und zwar zu lernen. Und bei dem Vorschlag zu einem Gruppenausflug zum Eisstand wird selbst der strebsamste Kommilitone schwach.

#4 Im Schneidersitz vor dem Hörsaal

Manchmal müssen härtere Seiten aufgezogen werden. Denn mit steigender Zahl der Gruppenmitglieder sinkt erfahrungsgemäß die Wahrscheinlichkeit, einen guten Platz zum Lernen zu finden. Für so einen Fall bietet das Hörsaalgebäude genug Platz für alle – und zwar auf dem Boden. Auch die Treppenstufen zum Hörsaal eignen sich wunderbar für ein Referatstreffen und so musste schon so mancher über Berge von Studenten und Büchern klettern, um pünktlich zu seiner Vorlesung zu gelangen.

#5 Bus und Bahn

Auch Orte, die nicht zur Universität gehören, werden in der Prüfungsphase gerne zum Lernort umfunktioniert. So wird die Zugfahrt aus Halle oder der Bus-Weg zur Uni gleich viel erträglicher und scheint wie im Fluge vorbeizugehen, wenn die Zeit mit produktivem Studierangelegenheiten gefüllt wird. Und der restliche Tag wird wieder frei für schönere Dinge. Der Haken an der Sache: Wegen der Zweiersitze in Bus und Bahn muss sich die Lerngruppe in diesem Fall auf zwei Personen begrenzen!

#6 Home Office

Tage, an denen die Kraft für einen Platzkampf nicht ausreicht und auch kein Sonnenschein nach draußen lockt, eignen sich wunderbar für ein Fernstudium von zu Hause aus. In den eigenen vier Wänden fühlt man sich nicht nur am wohlsten, sondern hat auch alles da, was das Herz begehrt – Leckereien für zwischendurch und Kaffee für alle for free. Doch Achtung: Wird die Grenze zur Komfortzone erst einmal überschritten und werden private Themen („Oh, dieses Kissen habe ich auch!“, „Deine Katze ist so süß!“, „Kann ich mal dein Glätteisen ausprobieren?“, „Hast du etwa Netflix?“) mit Uni-Kram vermischt, gibt es kein Zurück mehr. Und so befindet man sich in einem ständigen Konflikt zwischen persönlichen Ablenkungen und sich häufenden Pausen sowie dem deprimierenden Versuch, trotz all der Verlockungen doch noch etwas zu schaffen. Also Filterkaffee bereitstellen und nicht vergessen: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

// Olga studiert im Masterstudiengang Kommunikations- und Medienwissenschaft an der Uni Leipzig. Im CampusSpezialisten-Blog berichtet sie über das Uni- und Studentenleben in Leipzig und gibt praktische Tipps.

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