Wo in Leipzig wohnen?

Eine der ersten Fragen, die man sich noch vor Beginn seines Studiums stellt, lautet meist „Wo will ich wohnen?“. Dabei muss man sich nicht nur für die „richtige“ Wohnsituation entscheiden, sondern auch für die „richtige“ Lage in einer Großstadt, die man nicht genauer kennt ...

Wohnen in Leipzig?

Der Aufwasch: Ist das Kunst oder kann das weg?

Aus eigener Erfahrung scheint ein entscheidender Kernpunkt beim Thema Wohnen der Umgang mit dem Aufwasch zu sein.
Will man selbst entscheiden können, wann die Teller sauber sind und wann es sich um ein organisiertes Chaos handelt, so zieht man meist in eine eigene Wohnung. Alle, die viel Spaß an Konfliktlösungen haben, ziehen in eine WG, und diejenigen, die zwar Ersteres gern hätten, jedoch eher Letzteres bezahlen können, ziehen in ein Studentenwohnheim.
Für alle, die gar nicht wissen, worum es sich bei diesem ominösen „Aufwasch“ handelt, die wohnen wahrscheinlich noch zu Hause. Und dann gibt es natürlich noch einen Teil von Studierenden, die liebend gerne in einer eigenen Wohnung leben, aber auch an Konflikten interessiert sind – dafür muss man scheinbar einfach mit seinem Partner zusammenziehen.

Die Vor- und Nachteile der Stadtteile

Für alle, die das „Aufwaschproblem“ für sich beantworten konnten, stellt sich nun natürlich noch die Frage, in welchen Stadtteil man gerne ziehen will. Da Leipzig eine Großstadt ist, wäre es ziemlich verrückt und unübersichtlich, alle Stadtteile genau zu erklären. Einige meiner Favoriten will ich euch jedoch auf keinem Fall vorenthalten:

Die Südvorstadt: einer meiner liebsten Stadtteile mit viel Leben, kurzen Wegen ins Zentrum und auch einigen Grünflächen. Zeitweise wird die Südvorstadt sogar als regelrechtes Studentenviertel bezeichnet. Man kann dazu auch sagen: Wer abends auf den Straßen kein Leben sieht, ist nicht in der Südvorstadt.

Reudnitz, Grünau, Paunsdorf, …: Wer vorzugsweise günstige Wohnungen sucht, sollte hier an einigen Stellen recht schnell fündig werden. Natürlich gehören solche Stadtteile nicht immer zu den beliebtesten. Meist sind einige Vorurteile und Geschichten jedoch um einiges abenteuerlicher, als es reell wirklich der Fall ist.

In Stadtteilen wie Lößnig, Probstheida, Gohlis, Lindenau oder auch Schleußig hat man mit etwas Glück oft die Chance Wohnungen zu finden, die weder gleich das Portemonnaie sprengen, noch zu weit von der Uni entfernt sind.

Gerade an der Uni Leipzig ist es auch wichtig zu beachten, dass man an keiner gewöhnlichen Campus-Uni studiert. Die einzelnen Fakultäten und Institute verteilen sich auf die ganze Stadt. Je nachdem, was man studiert, können verschiedene Stadtteile zum Wohnen in Frage kommen.

Aus Erfahrung zum Ergebnis

In seiner Gesamtheit bietet Leipzig jedoch eine Vielzahl von ganz unterschiedlichen Stadtteilen und Kulturen. So werden wahrscheinlich alle neuen Studierenden sich erst einmal selbst ein Bild machen müssen, um die richtige Entscheidung für sich zu treffen.
Aber wer sich noch an das „Leben im studentischen Dreieck“ erinnert, weiß genau, dass man mit dem Fokus auf „Studieren“ und „Soziale Kontakte“ sowieso eher selten zu Hause sein wird.

// Peter studiert Mathematik und Informatik für das Lehramt am Gymnasium an der Uni Leipzig. Im CampusSpezialisten-Blog berichtet er über das Uni- und Studentenleben in Leipzig.

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