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Deutsch Lehramt

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Staatsexamen

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300 Leistungspunkte (LP)

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REGELSTUDIENZEIT:
10 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:
300 Leistungspunkte (LP)

Doris Achenbach

1. Warum haben Sie damals in Leipzig Ihr Studium begonnen?

Nach dem Abitur, das ich 1962 in Weimar abgelegt hatte, ging ich nicht gleich zum Studium, ich war mir nicht sicher, ob und was ich überhaupt studieren und was ich mit einem Studium erreichen wollte. Mit dem Erlernen der französischen Sprache von Klasse 9-12 in der EOS war meine Sehnsucht nach Frankreich entstanden, dorthin hätte ich sofort gehen mögen, was ja nicht möglich war, leider.

Ich erlernte den Beruf der medizinischen Kosmetikerin in Halle/S. und arbeitete bis 1965 in diesem Beruf, was mich gar nicht ausfüllte. Da ich die Literatur immer geliebt hatte (und es noch immer tue!) und mir auch eine pädagogische Arbeit für mich gut vorstellen konnte, bewarb ich mich zum Studium in Leipzig. Leipzig zog mich an wegen der Messe, die etwas frische Luft in das kleine miefige Land brachte.

2. Wie würden Sie Ihr Studium zusammenfassen?

Da 1966 meine Tochter Franziska geboren wurde, lief das Studium zeitweise "nebenher". Aber ich kam dadurch um die vormilitärische Ausbildung etwas herum. Eine tolle Erfahrung war, dass wir in der Französisch-Ausbildung auch eine "richtige" Französin hatten, was mir damals wie ein Besuch vom Mond erschien.

3. Können Sie sich vielleicht noch an Ihre Immatrikulation und Ihren ersten Eindruck von der Universität Leipzig erinnern?

Wir hatten eine Aufnahmeprüfung in der noch teilweise zerstörten Uni. Die Fragen sprachen sich herum und man konnte sich etwas vorbereiten. Ob es eine Immatrikulationsfeier gab, weiß ich nicht mehr. Die Universitätskirche stand 1965 noch. Die Suche nach einem Wohnheimplatz war – in meiner Erinnerung – nicht so schwierig, erst Marschnerstraße, dann "Jenny Marx" in der Goethestraße.

4. Können Sie uns Ihren beruflichen Werdegang kurz skizzieren?

Von 1969-2009 arbeitete ich in der Schule, nur kurz unterbrochen durch die Geburt meines Sohnes Till-Michael im Jahr 1969. Ich war Lehrerin für Deutsch und Französisch an verschiedenen Schulen in Weimar.

Ich musste auch etliche andere Fächer unterrichten, für die ich nicht ausgebildet war. Aber mein erster Direktor, der mir meine Freude am Beruf erfolgreich verdarb, argumentierte, dass ich Abitur hätte, also alles unterrichten könne. Ich kündigte nach sechs Jahren Schuldienst, fand dann aber, da mir eine andere Schule angeboten wurde, dort meine Arbeitsfreude wieder.

Mit der Wende 1989/90 ergaben sich neue Möglichkeiten, über die pädagogische Arbeit nachzudenken. Endlich Schule neu gestalten zu können – eine herrliche Perspektive! Besuche in den alten Bundesländern – in Schulen und Studienseminaren, viele Hospitationen, Gespräche und bald auch freundschaftliche Kontakte unterstützten die Suche nach "meiner" Schule. Ich wurde 1989/90 vom Kollegium zur Schulleiterin gewählt und bewarb mich dann erfolgreich um die Leitung eines Gymnasiums in Weimar. Im Jahr 1994 konnte ich an meiner Schule einen französisch-bilingualen Zug einrichten. In meinem letzten Dienstjahr 2008/09 wurde die Möglichkeit besiegelt, mit dem Lycée Félix Faure in Beauvais (Picardie) das AbiBac (ein deutsch-französisches Abitur) ablegen zu können. Das war die Krönung meiner beruflichen Wünsche.

5. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ihrer jetzigen Tätigkeit und Ihrem Studium? Können Sie noch Dinge aus Ihrem Studium nutzen?

Dinge aus dem Studium nutzen – nein, nichts Konkretes.

6. Gab es Zufälle, Situationen, Begegnungen mit bestimmten Personen, die Ihren beruflichen Werdegang besonders geprägt haben?

Ich habe einige Professoren verehrt und ihre Vorlesungen oder Seminare nicht versäumt: Prof. Riehme, Prof. Träger, Prof. Fleischer… Viel gelernt habe ich bei Monsieur Stübs aus dem französischen Seminar. Das Pauken von französischer Lexik, was ich für absolut notwendig halte, war unterhaltsam.

7. Gab es Umstände im Studienbetrieb, die Sie im Nachhinein für verbesserungswürdig halten?

Dazu kann ich keine Aussage treffen, da ja glücklicherweise "meine Zeit" vorbei ist.

8. Welche Methoden haben Sie angewendet, um Prüfungsangst zu überwinden?

Ich bin auf dem Friedhof spazieren gegangen.

9. Was verbindet Sie heute mit der Universität Leipzig?

Da ich auch beste Freunde in Leipzig habe, verfolge ich die Entwicklung der Stadt und der Uni mit herzlichem Interesse. Lose Verbindungen zur Uni möchte ich wieder knüpfen als Alumna.

10. Was würden Sie den heutigen Studierenden mit auf den Weg geben?

"Ratschläge" für Studierende: über den eigenen Tellerrand zu schauen, Erfahrungen in der Welt sammeln, neugierig bleiben, Abschlüsse so gut wie möglich absolvieren – Arbeiten und Geldverdienen können viel Freude machen!


Persönliche Angaben

  • Name: Doris Achenbach
  • Geburtsjahr: 1943
  • Studiengang: Kulturwissenschaften und Germanistik (Nebenfach Französisch)
  • Jahr der Immatrikulation: 1965
  • Jahr der Exmatrikulation: 1969
  • Heutiger Arbeitgeber/Position: Studiendirektorin i.R.


(Interview Stand Juni 2013)

 // Hinweis: Die Studienabschlüsse unserer Absolventinnen und Absolventen können von den heutigen abweichen. Mehr Informationen zu den aktuellen Möglichkeiten findest du hier.