Welche Hochschulart – Uni, FH oder Berufsakademie – ist die richtige für mich? Um diese Frage zu beantworten, sollten Sie zunächst wissen, welche Arten es gibt und wo die grundlegenden Unterschiede liegen.

Blick in den Lesesaal der Bibliotheca Albertina mit Studentin am Arbeitsplatz, Foto: Christian Hüller
Blick in den Lesesaal der Bibliotheca Albertina, Foto: Christian Hüller

Welche Arten von Hochschulen gibt es?

Man unterscheidet drei Arten von Hochschulen: 

  • Universität (Uni)
  • Fachhochschule (FH)
  • Berufsakademie (BA)

Dabei ist es von Ihren Zukunftsplänen sowie Fähigkeiten und Neigungen abhängig, welche Hochschulart geeignet ist.

Wo liegen die Unterschiede?

  • Eine Universität ist eine „wissenschaftliche Hochschule“. Hier wird Wissen aus den Wissenschaftsbereichen vermittelt. Der Bezug zur Praxis ist natürlich auch gegeben, jedoch liegt hier der Fokus ganz klar auf Theorie und Wissenschaft. In vielen Fällen geht es bei einem universitären Studium zunächst darum, Phänomene theoretisch zu betrachten und Forschung dazu zu betreiben. Zudem sind bestimmte Studienrichtungen wie Medizin, Jura oder Lehramt alleine einer Universität vorbehalten. Immatrikulationsvoraussetzung ist in der Regel das Abitur. Wer darüber hinaus mit dem Gedanken spielt, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen, der sollte sich für ein universitäres Studium entscheiden. Nur hier ist das Erlangen eines Doktortitels möglich.
  • Eine Fachhochschule ist eine „Hochschule für angewandte Wissenschaften“. Fachhochschulen bieten damit ein stark praxisbezogenes Studium an. Wer einen technischen oder verwaltungswissenschaftlichen Studiengang ins Auge fasst, entscheidet sich oftmals für ein FH-Studium. Hier werden zum Teil sehr spezifische Studiengänge angeboten, die für bestimmte Fachbereiche sehr passend sein können. Fachhochschulen sind dabei oftmals kleiner als Universitäten und werden heutzutage eher als „Hochschulen“ mit der Ergänzung des jeweiligen Schwerpunktes bezeichnet (z.B. HTWK - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur). Immatrikulationsvoraussetzung ist in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife sowie ein Vorpraktikum.
  • Eine Berufsakademie ist eine „Duale Hochschule“. Hier wird sehr praxisorientiert studiert. In einem dualen System erlernen Sie theoretisches Wissen an der Akademie und wenden es direkt in einem Unternehmen an, mit dem Sie einen Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag abgeschlossen haben. Theoretische Studienphasen wechseln sich oftmals in einem dreimonatigen Rhythmus mit praktischen Phasen ab.

Warum sollte ich an einer Uni studieren?

An welcher Art von Hochschule man studieren sollte, kann man pauschal nicht sagen. Je nach eigener Interessenlage und Neigung kann eine bestimmte Hochschulart besser geeignet sein als andere. Interessieren Sie sich jedoch besonders für einen ganz bestimmten Wissenschaftsbereich, spielen mit dem Gedanken vielleicht in die Lehre oder Forschung zu gehen oder streben ein Studium an, dass prinzipiell nur an einer Universität angeboten wird, so sollte die Entscheidung klar sein. Vor allem wenn Sie sich für Geistes- oder Sozialwissenschaften interessieren, wie Sprachen, Literatur oder Geschichte, so ist die Universität eine besonders geeignete Wahl. Noch immer nicht ganz sicher? Keine Sorge, denn ...

Die Grenzen verschwimmen

Seit es die Bachelor- und Masterstudiengänge auch an Universitäten gibt, sind die Unterschiede schon lange nicht mehr so groß. In vielen Uni-Studiengängen arbeiten Studierende in vielfältigen Praxisprojekten. Auch Unternehmen und Praxispartner sind dank dem Engagement der Lehrenden und der Career Services zusehends an Universitäten zu Hause. Mit dem Bachelor-Abschluss, an einer Uni oder FH, erlangt man den ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Und auf einen FH-Bachelor kann dann zum Beispiel auch ein universitärer Master folgen.

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