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Lehramt allgemein

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Staatsexamen

BEWERBUNG BIS:
15. Juli für alle zulassungsbeschränkten Fächer (für Grundschule und Sonderpädagogik generell)

15. September für alle zulassungsfreien Fächer

STUDIENBEGINN:
Wintersemester

Lehramt an Grundschulen

REGELSTUDIENZEIT:
8 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:
240 Leistungspunkte (LP)

Lehramt an Mittelschulen

REGELSTUDIENZEIT:
9 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:
270 Leistungspunkte (LP)

Lehramt an Gymnasien

REGELSTUDIENZEIT:
10 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:
300 Leistungspunkte (LP)

Lehramt Sonderpädagogik

REGELSTUDIENZEIT:
10 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:
300 Leistungspunkte (LP)

Lehramt Universität Leipzig

Allgemeines

Wege zum Lehrerberuf

Der Weg zum Beruf des Lehrers führt über die Uni. Die Immatrikulation erfolgt an der Uni Leipzig in einen der folgenden vier Studiengänge mit dem Abschluss „Erste Staatsprüfung“:

  • Lehramt an Grundschulen
  • Lehramt an Mittelschulen
  • Lehramt Sonderpädagogik
  • Höheres Lehramt an Gymnasien.

Das heißt, du triffst bereits vor Beginn des Studiums die Entscheidung, in welcher Schulform du später als Lehrer arbeiten möchtest.

Du bist dir unsicher, ob das Lehramtsstudium zu dir und deinen Erwartungen passt? Im Seminar "Lehrerin oder Lehrer - (m)ein Traumberuf?" findest du Antworten.

Bin ich dafür geeignet?

Praktikum

Ob der Lehrerberuf das Richtige ist, sollte jeder im Vorfeld durch ein Praktikum austesten. Wichtig dabei ist es, dass man seine eigenen Fähigkeiten, Stärken und Grenzen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen auslotet. Kann ich Inhalte auf fünf verschiedene Arten erklären, ohne die eigene Freude dabei zu verlieren? Macht es mir Spaß, eigene Übungsaufgaben zu entwickeln? Bin ich diszipliniert und übernehme gern Verantwortung für andere?

Gelegenheiten zum Testen gibt es viele, zum Beispiel bei einem Einsatz in einer Schule, in der Freizeitbetreuung, als Nachhilfelehrer, als Trainer oder Übungsleiter. Viele Einrichtungen freuen sich über Unterstützung und geben Praktikanten die Möglichkeit, sich auch ohne Vorkenntnisse, etwa bei Kinder- und Jugendprojekten, zu erproben. Wer sich traut ins kalte Wasser zu springen, wird dabei wertvolle Erfahrungen sammeln können.

Seit 2013 gibt es in Sachsen die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr an Schulen zu absolvieren. Das FSJ Pädagogik stellt dabei eine sehr gute Möglichkeit dar, Schule einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und zu erproben, ob der Lehrerberuf zu einem passen könnte. 

Übrigens// Das FSJ Pädagogik oder auch ein pädagogisches Praktikum kann bei der Studienbewerbung angerechnet werden. Wie genau die Anrechnung funktioniert, kannst du hier nachlesen.

Selbsttests im Internet

Online-Selbsttests können dir helfen, dich mit deinen Neigungen, Stärken und Defiziten auseinanderzusetzen. Mögliche persönliche „Schwachstellen“ werden so schon frühzeitig aufgedeckt. Zudem kannst du bei den Tests abgleichen, ob sich deine Vorstellungen mit der Studien- und Berufsrealität decken. Im Anschluss erhältst du eine kostenfreie Auswertung deiner Ergebnisse. 

Lehramtsseminar

Im Seminar „Lehrerin oder Lehrer – (m)ein Traumberuf? der Uni Leipzig beschäftigst du dich gemeinsam mit anderen Interessierten mit der Frage, ob das Lehramtsstudium und der spätere Lehrerberuf zu dir passen. 

Typische Aufgabenfelder von Lehrern werden genauso beleuchtet wie Anforderungen des Berufs an dich als Person. Übungen helfen dir, deine pädagogische Eignung zu testen. 

Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei.

Themen des Lehramtsseminars:

  • Tätigkeitsprofil Lehrer/-in
  • Aufgaben von Lehrer/-innen
  • Anforderungen
  • Persönlichkeitseigenschaften
  • Übungen/ Tests

Weitere Details zum Seminar, die nächsten Termine sowie wichtige Hinweise zur Anmeldung erfährst du hier.

Welche Lehrer werden gebraucht?

Vor allem in Sachsen werden in den nächsten Jahren für die Grund-, Sonder- und Mittelschulen viele Lehrerinnen und Lehrer benötigt. Für Gymnasiallehrer ist der Bedarf sehr stark von den Fächern abhängig. Sie werden besonders für das zukünftige Einsatzgebiet im ländlichen Raum benötigt. Mehr Informationen bekommst du online beim Kultusministerium.

Eine aktuelle Studie der Kultusministerkonferenz der Länder sagt, dass zukünftig jährlich rund 28.000 Lehrerinnen und Lehrer an deutschen Schulen benötigt werden. Chancenunterschiede in den westlichen und östlichen Bundesländern sowie zwischen Schularten und Fächern sind dabei möglich.

Studium

Voraussetzungen

Bei der Entscheidung für ein Lehramtsstudium sollte das eigene Temperament, das Interesse für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie die Neigungen im sprachlichen, sportlichen, musischen oder naturwissenschaftlichen Bereich nicht unbeachtet bleiben. Wer andere begeistern will, muss selbst von seinem Wissen und seinen Vermittlungsmethoden überzeugt sein, um beim Gegenüber Interesse und Freude hervorzurufen. Um es mit den Worten des Pädagogen J.F. Herbart zu sagen: „Langweilig zu sein, ist die ärgste Sünde des Unterrichts.“

Abitur

Die Grundvoraussetzung für die Aufnahme eines Studiums, und somit auch für das Lehramtsstudium, ist das Abitur. Ohne Abitur gibt es die Möglichkeit, über eine Zugangsprüfung eine Zulassung für ausgewählte Studiengänge zu erhalten.

Phoniatrisches Gutachten

Des Weiteren fordert die Uni Leipzig ein phoniatrisches Gutachten, welches Auskunft darüber gibt, ob deine Stimmorgane dem Sprechberuf des Lehrers gewachsen sind.

Fremdsprachliche Voraussetzungen

In einigen Fächern sind sprachliche Voraussetzungen vor oder innerhalb des Studiums zu erbringen. Eine Übersicht findest du hier:

Eignungsprüfungen

Für die folgenden Fächer müssen zudem vor der Aufnahme des Studiums Eignungsprüfungen abgelegt werden:

In den Grundschuldidaktiken Kunst und Musik findet nach Beginn des Studiums ein Informations- bzw. Aufnahmegespräch statt.

Für die Grundschuldidaktik Sport ist keine Eignungsprüfung vorgesehen.

WICHTIG: Die Anmeldung zur Eignungsprüfung ersetzt nicht die Bewerbung für das Studium.

Praktika

Studienbewerber/innen,   die   Lehramt Sonderpädagogik   studieren   wollen, müssen spätestens  bis  zum  Zeitpunkt  der  Immatrikulation  nachweisen, dass  sie  ein  Sozialpraktikum in einer beliebigen Kinder-, Jugend- oder Sozialeinrichtung im Umfang von vier Wochen absolviert haben.

Aufbau

Das Lehramtsstudium Grundschule, Gymnasium, Mittelschule und Sonderpädagogik zeichnet sich durch einen individuellen Aufbau aus.

Weitere Informationen findest du kurz und knapp im Studienführer "Lehramt Allgemein" sowie in der umfassenden Informationsbroschüre "Traumberuf Lehrer/in?" mit Angaben zu speziellen Anforderungen und schulformspezifischen Inhalten der einzelnen Fächer:

Folgende Inhalte sind fester Bestandteil des Lehramtsstudiums bei allen Schulformen:

Bildungswissenschaften
Der bildungswissenschaftliche Teil der Ausbildung beschäftigt sich mit den Grundlagen von Bildung und Erziehung. Dazu zählen unter anderem Pädagogische Psychologie, Grundschulpädagogik und Erziehungswissenschaften. 

Ergänzungsstudien
Dazu kommen die Ergänzungsstudien, die das Studium durch den Erwerb allgemeiner Qualifikationen, weiterer Sprachkenntnisse oder zusätzlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten im bildungswissenschaftlichen, fachwissenschaftlichen oder fachdidaktischen Bereich vervollständigen.

Körper-Stimme-Kommunikation
Für jeden Lehramtsanwärter ist es wichtig, seine Stimme und sein Auftreten zielgerichtet und der Situation angemessen einzusetzen. Der richtige Umgang mit seinem wichtigsten "Instrument" bedarf daher etwas Übung und ist Inhalt des speziell für zukünftige Lehrer ausgerichteten Moduls „Körper-Stimme-Kommunikation“.

Schulpraktische Studien
All das erlernte Wissen muss natürlich auch in der Praxis getestet werden. Dafür wurden im Studienablauf fünf unterschiedlich ausgerichtete Praktika, sogenannte „Schulpraktische Studien“ integriert. Sie sollen dir helfen, eigene Unterrichtseinheiten zu planen, durchzuführen, zu analysieren und zu reflektieren sowie den Arbeitsort Schule und die damit verbundenen Aufgaben und Herausforderungen kennenzulernen.

Abschluss
Den Abschluss des Studiums bilden die wissenschaftliche Arbeit sowie die schriftlichen Prüfungen im bildungswissenschaftlichen Bereich und die mündlichen Prüfungen in den jeweiligen allgemeinbildenden Fächern.

Vorbereitungsdienst
Mit der Ersten Staatsprüfung kannst du dich für den Vorbereitungsdienst bewerben. Die Dauer des Vorbereitungsdienstes variiert von Bundesland zu Bundesland. In Sachsen umfasst er 18 Monate. Der Vorbereitungsdienst soll dich befähigen, selbstständig den Beruf einer Lehrerin oder eines Lehrers unter Anleitung von Mentoren auszuüben.

Du erwirbst berufliche Handlungsfähigkeit in den folgenden Bereichen:

  • Unterrichten
  • Erziehen
  • Beraten
  • Beurteilen
  • Innovieren
  • Organisieren
  • Verwalten


Der Vorbereitungsdienst wird in Studienseminaren und an Ausbildungsschulen durchgeführt.

Weitere Informationen zu den länderspezifischen Voraussetzungen, dem Bewerbungsverfahren und den Eingruppierungen findest du beim Deutschen Bildungsserver.

Lehramtserweiterungsfächer
Das Lehramtsstudium kann um ein zusätzliches Unterrichtsfach zu den bereits studierten Fächern im gleichen Lehramt erweitert werden. Mehr Informationen zu den Lehramtserweiterungsfächern erfährst du hier.

Lehramt an Grundschulen (Klasse 1 - 4)

Für das 8-semestrige Studium im Lehramt an Grundschulen sind 240 Leistungspunkte bis zum Abschluss des Studiums zu erbringen. Dazu müssen folgende Bereiche absolviert werden:

  • das Studium eines Unterrichtsfaches und seiner speziellen Fachdidaktik
  • das Studium der Grundschuldidaktiken
  • das Studium des bildungswissenschaftlichen Bereiches


Weitere Informationen zur Studienstruktur für das Lehramt Grundschule findest du hier.

Bedarf an Grundschullehrern

Der Bedarf an Grundschullehrern wird bis 2030 stark ansteigen, da etwa 70 % der aktiven Lehrer in Sachsen bis dahin aus dem Schuldienst ausscheiden.

Für die Grundschule gibt es keine fächerspezifische Bedarfsanalyse, da die Lehrer durch die im Studium vermittelten Fächer universell einsetzbar sind.

Ausführliche Informationen zum angenommenen Bedarf an Lehrern in Sachsen für das Lehramt an Grundschulen findest du hier.

Lehramt an Mittelschulen (Klasse 5 - 10)

Das Lehramt an Mittelschulen umfasst 9 Semester, wofür bis zum Studienabschluss 270 Leistungspunkte erbracht werden müssen.

Dazu sind die folgenden Bereiche zu absolvieren:

  • Studium zweier Unterrichtsfächer und den dazugehörigen Fachdidaktiken
  • das Studium des bildungswissenschaftlichen Bereiches


Weitere Informationen zur Studienstruktur für das Lehramt Mittelschule findest du hier.

Bedarf an Mittelschullehrern

Bis 2030 scheiden etwa 80 Prozent der aktiven Mittelschullehrer in Sachsen aus dem Schuldienst aus. Ein Bedarf wird dann vor allem in den Fächern Englisch, Mathematik, Deutsch und Französisch als zweiter Fremdsprache prognostiziert.

Ausführliche Informationen zum angenommenen Bedarf an Lehramtsanwärtern für das Lehramt an Mittelschulen in Sachsen findest du hier.

Höheres Lehramt an Gymnasien (Klasse 5 - 12/13)

Das Höhere Lehramt an Gymnasien umfasst 10 Semester. Bis zum Studienabschluss müssen 300 Leistungspunkte erbracht werden.

Dazu sind nachstehende Bereiche zu absolvieren:

  • Studium zweier Unterrichtsfächer und der dazugehörigen Fachdidaktiken
  • das Studium des bildungswissenschaftlichen Bereiches


Weitere Informationen zur Studienstruktur für das Höhere Lehramt an Gymnasien findest du hier.

Bedarf an Gymnasiallehrern

Bis 2030 scheiden knapp 75 Prozent der aktiven Gymnasiallehrer in Sachsen aus dem Schuldienst aus. Der vorhergesagte Bedarf an zukünftigen Lehrern wird vor allem in den Fächern Englisch, Mathematik, Französisch und Deutsch erwartet.  

Ausführliche Informationen zum angenommenen Bedarf an Lehrern für das Höhere Lehramt an Gymnasien in Sachsen findest du hier

Lehramt Sonderpädagogik (Klasse 1 - 4 und 5 - 10)

Das Studium umfasst einen studentischen Arbeitsaufwand von 300 Leistungspunkten in 10 Semestern.

Dafür sind nachfolgende Bereiche zu absolvieren:

  • das Studium des bildungswissenschaftlichen Bereiches mit besonderem Schwerpunkt Sonderpädagogik
  • das Studium von zwei Förderschwerpunkten und
  • das Studium der Grundschuldidaktiken A-D ODER das Studium in einem studierten Fach für das Lehramt an Mittelschulen


Wer Lehramt Sonderpädagogik studieren möchte, muss bis zum Zeitpunkt der Immatrikulation nachweisen, dass er ein Sozialpraktikum in einer beliebigen Kinder-, Jugend- oder Sozialeinrichtung von vier Wochen absolviert hat.

Weitere Informationen zur Studienstruktur für das Lehramt Sonderpädagogik findest du hier.

Bedarf an Sonderpädagogen

Bis zum Jahr 2013 scheiden etwa 70 Prozent der derzeit aktiven Lehrer an Förderschulen in Sachsen aus dem Schuldienst aus.

In nahezu allen Förderschwerpunkten wird in den kommenden Jahren ein erhöhter Einstellungsbedarf erwartet.

Schwerpunktfächer mit einem hohen Stundenanteil wie Englisch, Mathematik, Deutsch und Französisch erhöhen die Chancen auf eine Einstellung.

Ausführliche Informationen zum angenommenen Bedarf an Lehrern für das Lehramt Sonderpädagogik in Sachsen findest du hier.  

Bildergalerie

Das Lern- und Lehrforschungslabor der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät
Einblick in eine Vorlesung der Bildungswissenschaften
Vorlesung der Lehramtsstudierenden
Studierende erstellen Unterrichtsmaterial in der Werkstatt
Unterrichtsvorbereitung in der Pädagogischen Lernwerkstatt
Übung im Modul K-S-K "Körper-Stimme-Kommunikation" der Lehramtsausbildung
Übung zur Sprecherziehung und Stimmbildung
Gruppenübung im Bereich Sprecherziehung und Stimmbildung
Lehramtsstudierende bei einer Kommunikationsübung