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Linguistik

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Bachelor of Arts (B.A.)

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BEWERBUNG BIS:
15. Juli

REGELSTUDIENZEIT:
6 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:
180 Leistungspunkte (LP)

STUDIENBEGINN:
Wintersemester

Passendes Masterangebot

Linguistik M.A.

Voraussetzungen

  • Die allgemeine Qualifikation für das Studium wird durch ein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife, einer einschlägigen fachgebundenen Hochschulreife oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis nachgewiesen. 
  • Englisch B2, weitere Fremdsprache B1 
  • Fachspezifische Anforderungen sind ein Interesse an Sprachen überhaupt, darunter insbesondere auch an außereuropäischen Sprachen, eine ausgeprägte Fähigkeit zur Abstraktion sowie sehr gute bis gute Schulkenntnisse in Grammatik und Mathematik.
  • Örtlicher Numerus clausus, Bewerbung an der Universität Leipzig

Inhalte

Die Linguistik untersucht die Sprache als wichtigstes Kommunikationsinstrument des Menschen und Ausdrucksmittel seines Denkens. Dabei interessiert sie sich nicht für eine einzelne, konkrete Sprache, sondern für die Vielfalt der natürlichen Sprachen, für deren innere Struktur, ihre Verarbeitung, ihre kognitiven Voraussetzungen, ihre Funktion und historische Veränderung. Die Linguistik befindet sich damit im Überschneidungsbereich von Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften und betreibt ihre Untersuchungen in enger Verbindung mit zahlreichen anderen Disziplinen wie etwa den Einzelphilologien, der Informatik, Psychologie, Neurowissenschaft, Philosophie und Ethnologie. Die Studierenden werden befähigt, mit unterschiedlichen formalen, empirischen und technischen Verfahren zur Beschreibung und Erklärung von sprachlichen Daten zu arbeiten.

Die Studieninhalte gliedern sich in die drei Bereiche Grammatiktheorie, Sprachtypologie und Computationelle/experimentelle Zugänge zur Grammatik.

I. Grammatiktheorie
Die Grammatiktheorie umfasst die Kerndisziplinen der theoretischen Linguistik. Ziel ist die Analyse der grammatischen Prinzipien, Regeln und Strukturen auf den einzelnen Ebenen des Sprachsystems – von den Lauten bis zu den Bedeutungen – sowie die Erklärung des Zusammenwirkens dieser Ebenen. Dabei befasst sich die Phonologie mit den Lautmustern als kleinsten bedeutungsunterscheidenden Bestandteilen der Sprache. Die Morphologie untersucht, wie Morpheme als kleinste Spracheinheiten zu Wörtern zusammengesetzt werden, und die Syntax, wie sich aus Wörtern Wortgruppen und Sätze bilden lassen. Gegenstand der Semantik und Pragmatik schließlich sind die Bedeutungen der unterschiedlichen Spracheinheiten und deren Verwendungsbedingungen. Neben einem Überblick über Grundbegriffe und Voraussetzungen der einschlägigen grammatiktheoretischen Richtungen erwerben die Studierenden zugleich Fertigkeiten in der konkreten Grammatikanalyse. Die Beherrschung von formalen Beschreibungs- und Erklärungsverfahren, darunter insbesondere von Methoden der mathematischen Logik und Mengentheorie ist dazu unabdingbar.

II. Sprachtypologie
Ziel der Sprachtypologie ist die Erfassung und Erklärung der Variation unter den Sprachen der Welt. In der qualitativen Typologie geht es um die Bestimmung, Analyse und theoretische Interpretation von Parametern der Variation; in der quantitativen Typologie steht die Beschreibung, Statistik und Erklärung der vorgefundenen Variationen im Vordergrund. Untersucht werden dabei besonders geographische Distributionsmuster, historische Entwicklungen, Korrelationen zwischen Variationsparametern, sowie Korrelationen der sprachstrukturellen Variation mit ethnographischen und kognitiven. Vorausgesetzt wird die Fähigkeit, auch aus großen und komplexen Datenmengen Muster, Prinzipien und Tendenzen abstrahieren und sich effizient in viele verschiedene unbekannte Sprachsysteme hineindenken zu können. Dabei wird dringend empfohlen, mindestens eine außereuropäische oder nichtindogermanische Sprache praktisch zu erlernen. Neben dem unmittelbar sprachbezogenen Wissen spielen in der Lehre auch eine Vielfalt allgemeinerer Kenntnisbereiche eine wichtige Rolle, insbesondere Statistik, Datenbanktechnologie und Methoden der Feldforschung.

III. Computationelle/experimentelle Zugänge zur Grammatik
Die Untersuchung der Verarbeitung von natürlicher Sprache durch den Menschen oder den Computer ist Gegenstand dieses Teilbereichs. Der computationelle Zugang besteht in der Entwicklung von so genannten Parsingalgorithmen, mittels derer sprachlichen Signalen/Ausdrücken eine Struktur zugewiesen wird, die vom Computer interpretiert werden kann. Ein weiteres Ziel ist die Bestimmung der formalen Komplexität von natürlichen Sprachen und den sie beschreibenden Grammatikformalismen. Hier gibt es teil-weise Überschneidungen zur theoretischen Informatik. Deshalb sind ein solides mathematisches Grundverständnis und das Interesse, kleinere Programme zu schreiben, eine gute Grundvoraussetzung für eine Schwerpunktsetzung in diesem Bereich.
Der experimentelle Zugang besteht in der Durchführung von Sprachproduktions- oder Sprachverstehensexperimenten zu ausgewählten Fragestellungen der Grammatik. Solide Grammatik- sowie gute Methodenkenntnisse sind hier sehr wichtig; dazu zählen neben allgemeinen methodischen Paradigmen der Sozialwissenschaften auch statistische Analyseverfahren.

Aufbau des Studiums

Im Studienführer findest du den Aufbau des Studiums ebenso wie eine Übersicht zum Studienablauf, zu Modulen und Prüfungen.

Informationen zum Wahlbereich sowie zum Wahlfach im Bachelor of Arts findest du hier.

Berufsperspektiven

Die Absolvierung des Bachelorstudiums bildet die Voraussetzung für die Aufnahme eines Masterstudiums und darüber hinaus einer sich anschließenden Promotionsausbildung. Es besteht damit die Möglichkeit, auf dem Gebiet von Forschung und Lehre in der Grammatiktheorie, der Psycholinguistik oder der Sprachtypologie oder in einer der zahlreichen Nachbardisziplinen der Linguistik tätig zu werden. 

Wegen des hohen Allgemeinheitsgrades und der Vielfalt der erworbenen Kenntnisse und Methoden bietet das Studium außerdem gute Ausgangsbedingungen für einen differenzierten Berufseinsatz in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, darunter als Fachkraft 

  • für zwischenmenschliche und institutionalisierte Kommunikation (Verlage, Medien, andere Öffentlichkeitsarbeit), 
  • für technisch gestützte Information, Dokumentation und Terminologiearbeit,
  • für Kommunikationsprobleme und sprachliche Barrieren in der Entwicklungshilfe.

Wichtige Dokumente

Bildergalerie

Das Institut für Linguistik findet man im Geisteswissenschaftlichen Zentrum (GWZ) in der Beethovenstraße
Im GWZ sind verschiedene sozial- und geisteswissenschaftliche Institute untergebracht
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