Finde deinen Weg ins Studium. Wir helfen dir dabei.

Soziologie

|

Bachelor of Arts (B.A.)

Zur Online-Bewerbung auf www.uni-leipzig.de

BEWERBUNG BIS:
15. Juli

REGELSTUDIENZEIT:
6 Semester

LEISTUNGSPUNKTE:
180 Leistungspunkte (LP)

STUDIENBEGINN:
Wintersemester

Passendes Masterangebot

Soziologie M.A.

Dana Singula

1. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Universität Leipzig?

Meine ersten Studientage waren sehr chaotisch. Insbesondere die Anmeldung für mein Nebenfach VWL war nicht einfach, da es nur 1 Tag zur Anmeldung gab und dort alle Studenten mit Wartenummer zur Anmeldung erschienen – es waren sehr viele. Als ich endlich an der Reihe war, sagte man mir, dass ich mich für das Nebenfach gar nicht extra einschreiben muss. Allgemein hat mir der Studienort Leipzig aber sehr gut gefallen. Kurze Wege, spezielle Angebote für Studenten, gemütliche Abende in den Cafés, Kneipen und der MB …

2. Wenn Sie zurückblicken, wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben?

Mein Studium der Soziologie und VWL fand ich sehr interessant. Insbesondere die jeweiligen Vertiefungsfächer waren sehr spannend. Ich habe damals bei Soziologie den Schwerpunkt auf Migration und abweichendes Verhalten/Kriminalität gelegt. Im Bereich der VWL hat mich ebenfalls der internat. Aspekt sehr begeistert. Parallel habe ich aus Interesse auch oft noch an Vorlesungen und Seminaren außerhalb meines Studienganges teilgenommen. So habe ich z.B. auch Herrn Prof. Dr. Garcia-Zamor – einen Gastprofessor aus den USA – kennengelernt, mit dem ich heute noch in Kontakt stehe. Zusätzlich habe ich mich bei der größten internat. Studentenorganisation AIESEC u.a. als Vorstandsmitglied engagiert.

3. Haben Sie jemals an Ihrer Studienwahl gezweifelt? Wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?

Zurückblickend gab es sicherlich einige Momente, in denen ich mich gefragt habe, ob ich das „Richtige“ studiert habe oder ob ich hätte ein anderes Studienfach wählen sollen, um nachfolgend auch „den richtigen“ Job auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Ich denke jedoch, dass sich dies wahrscheinlich schon viele Absolventen im Nachhinein gefragt haben. Insbesondere der Übergang vom Studium in den Beruf kann einige Hürden beinhalten. Im Grundsatz bin ich jedoch mit meiner Wahl sehr zufrieden und bereue diese Entscheidung auch nicht. Ich habe genau das studiert, was mich immer brennend interessiert und begeistert hat. Sich danach beruflich anders zu orientieren ist immer noch weitgehend möglich.

4. Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?

Ich habe mich schon immer sehr für andere Kulturen, Internationalität sowie für gesellschaftliche Zusammenhänge und Probleme interessiert. Mein bisheriger beruflicher Werdegang hat wenig mit meinem damaligen Studium zu tun. Ich habe Erfahrungen im Bereich Forschung, Human Resources und als Headhunter gesammelt. Derzeit absolviere ich parallel eine Weiterbildung (APE) im Bereich Innovationen, Human Centered Innovation und Design Thinking am Strascheg Center for Entrepreneurship.

5. Was waren wichtige Stationen auf Ihrem beruflichen Weg?

Jeder meiner bisherigen beruflichen Schritte war wichtig für mich. Ich habe Erfahrungen in verschiedenen Bereichen gesammelt, die mich wiederum zu neuen Aufgabengebieten geführt haben. So habe ich auch gelernt mich sehr schnell in neue Aufgaben und Themengebiete hineinzudenken. Einen wesentlichen Teil meiner Erfahrungen konnte ich im Bereich Human Resources bei Telefónica Germany sammeln. Hier habe ich u.a. beim Aufbau des Start-up Acceleratorprogrammes Wayra in München, bei verschiedenen Corporate Social Responsibility Projekten (z.B. Think Big) sowie im Bereich Diversity mitgearbeitet.  

6. Wie sehr hat Ihr Studium Ihre jetzige berufliche Tätigkeit geprägt? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie noch Dinge aus Ihrem Studium nutzen?

Wie bereits erwähnt, gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen meinem Studium und meiner beruflichen Tätigkeit. Der sogenannte rote Faden ist meiner Meinung nach jedoch nach wie vor vorhanden, da man im Personalbereich ständig neue Menschen kennenlernt sowie innerhalb verschiedener Prozesse und Projekte arbeitet. Eine gute Menschenkenntnis ist hier immer gefragt und geschätzt.

7. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer jetzigen Position aus?

Der typische Arbeitstag als HR Consultant ist sehr vielseitig und im Wesentlichen durch folgende Aufgaben geprägt: man ist Ansprechpartner sowohl für Mitarbeiter als auch Führungskräfte in seinem Betreuungsbereich, unterstützt die HR Business Partner bei verschiedenen personalrelevanten Vorgängen, führt Potentialanalysen durch und arbeitet im Recruiting sowie bei unterschiedlichen HR Projekten mit.

8. Was sind die wichtigsten vier Kompetenzen in Ihrem Arbeitsalltag?

Eine gute Menschenkenntnis, Beratungskompetenz, Kundenorientierung und Flexibilität.

9. Wie gelingt Ihrer Meinung nach ein guter Berufseinstieg in Ihrer Branche (Einstiegswege, Bewerbungstipps, etc.)?

Allgemein ist es wichtig schon während des Studiums möglichst viel spezifische Berufserfahrung zu sammeln. So erhöht sich auch die Chance nach dem Studium einen direkten Berufseinstieg zu schaffen. Auch ein frühes berufliches Networking sehe ich als sinnvoll an, um „alternative Bewerbungswege“ zu eruieren. In einigen Fällen erfährt man so evtl. etwas früher als andere von einer interessanten Vakanz. Einen idealtypischen Masterplan gibt es hierfür aber auch nicht. Insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Absolventenzahlen, der hohen Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt etc., ist eine gewisse Frustrationstolerenz in der Bewerbungsphase sehr wichtig.

10. Was würden Sie den heutigen Studienanfänger/innen mit auf den Weg geben?

Es gibt kein Patentrezept für die Wahl des „richtigen“ Studiengangs und des „richtigen“ Berufes. Man sollte rechtzeitig wissen was einen begeistert und fasziniert und sich fragen, ob man dies auch beruflich anstreben möchte. Wichtig ist auch ein Blick über den Tellerrand hinaus – ein „Abgleich“ mit den vorhandenen Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Parallel zum Studium sollte man alle Möglichkeiten nutzen um erste Erfahrungen im „Wunschberuf“ zu sammeln. Dadurch hat man gute Chancen einen direkten Berufseinstieg nach dem Studium ohne größere Hürden zu schaffen. Zudem merkt man auch, ob einem das „definierte Berufsziel“ auch wirklich liegt und Spaß macht.

 

Persönliche Angaben

  • Name: Dana Singula
  • Geburtsjahrgang: 1983
  • Studiengang: Soziologie (Diplom), Nebenfach: Volkswirtschaftslehre
  • Jahr der Immatrikulation: 2003/04
  • Jahr der Exmatrikulation: 2008
  • Heutiger Arbeitgeber/Position: Deutsche Pfandbriefbank AG/ HR Consultant
  •  

(Interview Stand Juni 2013)

// Hinweis: Die Studienabschlüsse unserer Absolventinnen und Absolventen können von den heutigen abweichen. Mehr Informationen zu den aktuellen Möglichkeiten findest du hier.