Das Chemiestudium bietet Ihnen eine spannende Mischung aus manueller Laborpraxis, empirischer Beobachtung, abstraktem Denken und notwendiger Kreativität. Im Bachelorstudiengang erlernen Sie essentielle Grundlagen in allen Bereichen der Chemie. Diese Kenntnisse können Sie später in einem Masterstudiengang spezifizieren und vertiefen.

Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Natur- und Geowissenschaften
  • Studientyp

    grundständig
  • Abschluss

    Bachelor of Science
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Vollzeit, Teilzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei
  • Regelstudienzeit

    6 Semester

  • Leistungspunkte

    180

Vorschaubild für Video
Video "Das sagen die Studierenden"

Zugangsvoraussetzungen

Allgemeine Hochschulreife, Fachgebundene Hochschulreife

  • keine besonderen Sprachkenntnisse erforderlich

Gute Grundkenntnisse in Chemie, Mathematik, Physik, Biologie und der englischen Sprache begünstigen den Studienerfolg.

Inhalte

Die Chemie ist eine Naturwissenschaft, in der der Aufbau, die Eigenschaften und die Umwandlung von Substanzen (das heißt Elementen und Verbindungen) untersucht werden.

Das Studium der Chemie umfasst folgende Teilgebiete:

  • Anorganische Chemie (Allgemeine Chemie, Haupt– und Nebengruppenelemente, Festkörper– und Organometallchemie)
  • Physikalische und Theoretische Chemie (Kinetik, Grundlagen der Thermodynamik und Phasengleichgewichte, Phasengrenzen/Oberflächen, Elektrochemie, quantenmechanische Theorie der chemischen Bindung und der Spektroskopie)
  • Organische Chemie (Grundlagen der organisch – chemischen Stoffklassen, Reaktionsmechanismen sowie die  Heterocyclenchemie)
  • Analytische Chemie (allgemeine Kenntnisse zur quantitativen, analytischen Chemie, Instrumentelle Analytik, Röntgenkristallstrukturanalyse, Molekülspektroskopie)
  • Technische Chemie
  • Biochemie
  • Rechtskunde/Toxikologie
  • Physik
  • Mathematik

In jedem Teilgebiet wird im Laufe des Studiums die theoretische durch die praktische Ausbildung ergänzt.

Der Bereich der fachinternen Schlüsselqualifikationen (mathematische und physikalische Grundausbildung) umfasst ebenso die Befähigung zur numerischen Auswertung von experimentellen Daten, zur effizienten Informationsbeschaffung in Chemie – Datenbanken, zur Lesekompetenz und soliden Wortschatzverwendung in der Fachsprache in Englisch sowie das Grundlagenwissen der Toxikologie.

Ziel des Studiums ist die Vermittlung eines der Chemie als Naturwissenschaft angemessenen breiten, anwendungsbereiten Grundlagenwissens. Sie sollen damit in der Lage sein, die stoff­liche Welt analysierend zu verändern und die sich aus den Veränderungen erge­benden Folgen abzuschätzen. Das Ziel besteht darin Sie zu befähigen, Brücken­funk­tionen zu allen Bereichen in Industrie, Wirtschaft, Staat und Gesellschaft wahr – oder ein Masterstudium aufzunehmen.

Diese Grafik zeigt den Aufbau des Bachelor of Science Chemie. Der Aufbau ist auch im Textteil beschrieben.

Das Bachelorstudium der Chemie wird im Umfang von insgesamt 180 Leistungspunkten (LP) studiert. Es setzt sich aus Pflicht– und Wahlpflichtveranstaltungen und der Bachelorarbeit im Kernfach der Chemie sowie den Schlüsselqualifikationen zusammen.

Das Studium umfasst Pflichtmodule im Umfang von 145 Leistungspunkten (LP), die Bachelorarbeit im Umfang von 10 LP sowie Wahl­pflichtmodule und Module der fachübergreifenden Schlüsselqualifikationen im Umfang von 25 LP. Letztere können sowohl fachspezifisch, fakultätsintern oder fakultätsübergreifend gewählt werden.

  • Vorbereitungskurs Mathematik für einen leichten Einstieg ins Studium
  • zahlreiche Experimentalvorlesungen zur anschaulichen Vermittlung naturwissenschaftlicher Grundlagen
  • viele Pflichtpraktika
  • exzellente technische Ausstattung der Labore und individuelle Betreuung
  • ein Auslandsaufenthalt ist möglich

Universitäre Chemie-Bachelor werden auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt mit Ausbildungs­gängen ähnlicher Dauer, also z. B. mit Chemie – Laboranten, Chemotechnikern und Chemisch – Technischen Assistenten um Arbeitsplätze konkurrieren. Die Stärke der universitären Bachelor ist das deutlich breitere und tiefgründige theoretische Wissen und Verständnis von Chemie, das allerdings auf Kosten der Laborerfahrung erworben wird.

Nach dem Abschluss können Sie einfache und assistierende Tätigkeiten in Laboren und Betrieben übernehmen. Typische Aufgaben bestehen darin, chemische Untersuchungen durchzuführen und entsprechend zu dokumentieren. Mögliche Berufsfelder ergeben sich in folgenden Bereichen:

  • Chemikalien– und Arzneimittelherstellung
  • Laboranalyse
  • Verfahrens– und Produktentwicklung.

Die Berufseinstiegschancen nach dem Bachelorstudiengang sind jedoch begrenzt. Der Bachelorstudiengang ist deshalb primär darauf ausgerichtet, die als Basis für Vielseitigkeit und Spezialisierung in einem anspruchsvollen Masterstudium erforderlichen fachlichen Qualifikationen zu vermitteln.

Ein Auslandsaufenthalt wird grundsätzlich empfohlen. Er ist von den Studierenden selbst (mit der Unterstützung der jeweils verantwortlichen Einrichtung) zu organisieren.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Beachten Sie unbedingt unsere weiteren Hinweise auf der Seite "Online-Bewerbung".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS und 5. FS - jeweils zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS, 4. FS und 6. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Schnuppervorlesung mit Prof. Dr. Dieter Sicker

Mit anschaulichen Experimenten erläutert Prof. Dr. Dieter Sicker vom Institut für Organische Chemie die Wirkmechanismen von Katalyse und Katalysator.

Podcast: Auf einen Kaffee mit Chemikerin Tanja Gulder

Tanja Gulder nimmt sich für ihre Forschung die beste Chemikerin als Vorbild: die Natur. Annika Seiferlein fragt nach.

Ein Tag im Labor

Lynn und Anton studieren Chemie im Bachelor und nehmen Sie mit in einen typischen Tag im Laborpraktikum.

Studentin schreibt in Terminkalender, Foto: Christian Hüller
Poträtfoto von Prof. Dr. Reinhard Denecke, Foto: privat
Poträtfoto von Silke Schneider, Foto: privat

Moleküle haben bestimmte Bindungsvorlieben, vergleichbar mit Menschen. Was bedeutet das?

Antworten gibt Dr. Jonas Warneke vom Wilhelm-Ostwald-Institut in diesem Video.

Poträtfoto von Prof. Dr. Harald Krautscheid, Foto: Universität Leipzig
Foto von Maik Tretbar mit weißen Kittel im Labor, Foto: privat
Poträtfoto von Prof. Dr. Christoph Schneider, Foto: privat
Braunglasfläschchen mit bunten Pipetten stehen geordnet in einem Kästchen, Foto: Christian Hüller
Querschnitt auf die gefüllten Hörsaalreihen links und rechts auf Prof. Harald Krautscheid mit Tafel und Experimentiertische, Foto: Christian Hüller
Eine Hand ist zu sehen, die mit einem Streichholz den Bunsenbrenner anzündet, Foto: Christian Hüller
Studentin mit weißen Kittel und Schutzbrille fügt einen Stoff mittels Pipette in ein Reagenzglas ein, Foto: Christian Hüller
Innenansicht eines Labors, in dem Personen in weißen Kitteln mit unterschiedlichen Substanzen arbeiten, Foto: Christian Hüller
Mehrere Studierende der Chemie stehen verteilt im Labor und arbeiten mit Substanzen, Foto: Christian Hüller
Die Studierenden im weißen Kittel arbeiten an ihren Arbeitsplätzen im Labor, Foto: Christian Hüller
Student im weißen Kittel arbeitet im Labor mit einer Substanz. Er trägt Handschuhe und eine Schutzbrille, Foto: Christian Hüller
Studentinnen der Biochemie stehen im Kreis zusammen und schauen sich gemeinsam Laborergebnisse an, Foto: Christian Hüller
Studierende mit weißen Kitteln reinigen im Labor die Geräte, Foto: Christian Hüller