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Warum an einer Uni studieren?

Lernen im Lesesaal der Bibliotheca Albertina
Lernen im Lesesaal der Bibliotheca Albertina

Welche Arten von Hochschulen gibt es? Und vor allem: Welche Hochschulart ist die richtige für mich?
Um diese Fragen zu beantworten solltest du zunächst wissen, welche Arten es gibt und wo die grundlegenden Unterschiede liegen.

Welche Arten von Hochschulen gibt es?

Man unterscheidet drei Arten von Hochschulen unterscheiden: Universität (Uni), Fachhochschule (FH) und Berufsakademie (BA). Dabei ist es von deinen Zukunftsplänen sowie deinen Fähigkeiten und Neigungen abhängig, welche Hochschulart geeignet ist.

Wo liegen die Unterschiede?

Eine Universität ist eine „wissenschaftlichen Hochschule“. Hier wird dir Wissen aus den reinen Wissenschaftsbereichen vermittelt. Der Bezug zur Praxis ist natürlich auch gegeben, jedoch liegt hier der Fokus ganz klar auf Theorie und Wissenschaft.
In vielen Fällen geht es bei einem universitären Studium zunächst darum, Phänomene theoretisch zu betrachten und Forschung dazu zu betreiben.
Zudem sind bestimmte Studienrichtungen wie Medizin, Jura oder Lehramt alleine einer Universität vorbehalten. Immatrikulationsvoraussetzung ist in der Regel das Abitur.
Wer darüber hinaus mit dem Gedanken spielt, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen, der sollte sich für ein universitäres Studium entscheiden – denn nur hier ist das Erlangen eines Doktortitels möglich.

Eine Fachhochschule ist eine „Hochschule für angewandte Wissenschaften“. Fachhochschulen bieten damit ein stark praxisbezogenes Studium an. Wer etwa einen technischen oder verwaltungswissenschaftlichen Studiengang ins Auge fasst, entscheidet sich oftmals für ein FH-Studium. Hier werden zum Teil sehr spezifische Studiengänge angeboten, die für bestimmte Fachbereiche sehr passend sein können. Fachhochschulen sind dabei oftmals kleiner als Universitäten und werden heutzutage eher als „Hochschulen“ mit der Ergänzung des jeweiligen Schwerpunktes bezeichnet (z.B.: HTWK - Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur).
Immatrikulationsvoraussetzung ist in der Regel das Abitur oder die Fachhochschulreife sowie ein Vorpraktikum.

Eine Berufsakademie ist eine „Duale Hochschule“. Hier studierst du sehr praxisorientiert. In einem dualen System erlernst du theoretisches Wissen an der Akademie und wendest es direkt in einem Unternehmen an, mit dem du einen Ausbildungs- bzw. Praktikumsvertrag abgeschlossen hast. Theoretische Studienphasen wechseln sich also mit praktischen Phasen ab - oftmals in einem dreimonatigen Rhythmus.

Warum sollte ich an einer Uni studieren?

An welcher Art von Hochschule man studieren sollte, kann man pauschal nicht sagen. Je nach eigener Interessenlage und Neigung kann eine bestimmte Hochschulart besser geeignet sein als andere. Interessiert du dich jedoch besonders für einen ganz bestimmten Wissenschaftsbereich, spielst mit dem Gedanken vielleicht auch mal in die Lehre oder Forschung zu gehen oder strebst ein Studium an, dass prinzipiell nur an einer Universität angeboten wird, so sollte die Entscheidung klar sein. Vor allem wenn du dich für Geistes- oder Sozialwissenschaften interessierst, wie Sprachen, Literatur oder Geschichte, so ist die Universität eine besonders geeignete Wahl. Wenn du dir immer noch nicht ganz sicher bist, kannst du dich beruhigen, denn ... 

Die Grenzen verschwimmen

Seit es die Bachelor- und Masterstudiengänge auch an Universitäten gibt, sind die Unterschiede schon lange nicht mehr so groß. In vielen Uni-Studiengängen arbeiten Studierende in vielfältigen Praxisprojekten. Auch Unternehmen und Praxispartner sind dank dem Engagement der Lehrenden und der Career Services zusehends an Universitäten zu Hause. Mit dem Bachelor-Abschluss, an einer Uni oder FH, erlangt man den "ersten berufsqualifizierenden Abschluss". Und auf einen FH-Bachelor kann dann zum Beispiel auch ein universitärer Master folgen.