Der Masterstudiengang ist primär forschungs– und methodenorientiert. Dabei werden Technologien und Methoden der umweltbezogenen Datenwissenschaften und Fernerkundung umfassend behandelt und verschiedene Anwendungsbereiche zur Spezialisierung angeboten. Der Studiengang möchte eine neue Generation von Erdsystemwissenschaftler:innen ausbilden, die von Anfang an auf die Herausforderungen einer datenreichen Welt vorbereitet sind.

Studienstart 2022: Ab dem 26. September finden die ersten Einführungsveranstaltungen und Angebote zur betreuten Moduleinschreibung statt. Informieren Sie sich zu allen Terminen auf der zentralen Webseite sowie in der App zum Studienstart.

Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Natur- und Geowissenschaften
  • Studientyp

    weiterführend
  • Abschluss

    Master of Science
  • Lehrsprache

    Englisch
  • Studienform

    Vollzeit, Teilzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei
  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Leistungspunkte

    120

Zugangsvoraussetzungen

Für den internationalen Masterstudiengang "Earth System Data Science and Remote Sensing" sind folgende Nachweise zu erbringen:

  • Bachelorabschluss in einem geowissenschaftlichen, naturwissenschaftlichen, umweltwissenschaftlichen oder Informatik– sowie Data Science –bezogenen Studiengang, wobei
  • mindestens 35 Leistungspunkte (LP) aus einem oder mehreren der folgenden Bereiche stammen müssen: Geographie, Erdsystemwissenschaften, Geowissenschaften, Umweltwissenschaften, Biowissenschaften, Data Science, Umweltinformatik, Fernerkundung oder Geoinformationssysteme (GIS)

Darüber hinaus sind folgende Kenntnisse nachzuweisen:

  • Vorkenntnisse in Statistik (mindestens 5 LP)
  • Vorkenntnisse in einer Skripting – Sprache für wissenschaftliches Rechnen oder einer höheren Programmiersprache (zum Beispiel Python, R, Julia, ...)
  • Kenntnisse in Englisch auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens

Inhalte

Der internationale M. Sc. – Studiengang ist englischsprachig und setzt aufgrund seiner Methodenorientierung Vorkenntnisse in einer Skripting – Sprache für wissenschaftliches Rechnen oder einer höheren Programmiersprache voraus. Die behandelten Methoden der Fernerkundung und der Datenwissenschaften werden über eine theoretische Einführung in Übungen und Seminaren intensiv praktisch vertieft und angewendet. Dies beinhaltet neben Übungen am Computer auch Arbeiten im Gelände. Parallel zur methodischen Ausbildung spezialisieren Sie sich auch im Domain – Wissen in einem selbst gewählten Anwendungsbereich der Umwelt–, Geo– oder Biowissenschaften (zum Beispiel Meteorologie, Klimatologie, Biodiversitätforschung oder Teilgebieten der Geographie). Der Studiengang hat zum Ziel, dass Sie sich in den Bereichen der optischen Fernerkundung, Spektroskopie, Radarfernerkundung, Lidardatenerfassung und –auswertung oder Strahlungstransfer – Modellierung wichtige Grundlagen aneignen. Der Praxisbezug des Studiums wird im dritten Semester durch ein Forschungs– und Berufspraktikum hergestellt.

Durch zusätzliche wissenschaftszentrierte Module wie „Scientific Writing & Presentation” und „Research Data Management & Ethics” erlernen Sie essentielle Techniken des Wissenschaftsbetriebs, die für die Konzeption und Durchführung eigenständiger Forschungsprojekte unerlässlich sind. Darüber hinaus erwerben Sie Kompetenzen zur Durchführung der begleitenden Geländemessungen und –beobachtungen und das Fachwissen zur Datenpräsentation und Ergebnisdarstellung. Dies bereitet Sie auf eine Masterarbeit in einem forschungsnahen Umfeld sowie eine potenziell daran anschließende Promotionstätigkeit vor.

Der Studiengang arbeitet darauf hin, mit Ihnen die nächsten Generationen von Erdsystemwissenschaftler:innen auszubilden, die über eine Reihe von Fähigkeiten verfügen, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Fachwissen in den Erd– und Umweltwissenschaften, Programmierkenntnissen und quantitativen Methoden mit Schwerpunkt auf modernster Fernerkundungstechnologie bieten.

Im ersten Semester wird zunächst in Angleichungsmodulen (Wahlpflicht, insgesamt 10 LP) eine gemeinsame Wissensbasis geschaffen, auf der die weitere Ausbildung aufbaut.

Als Kernstück des Studiengangs dienen darauffolgend die methodisch orientierten Module der Datenwissenschaften und Fernerkundung, die insbesondere im zweiten und dritten Semester verortet sind. Diese haben einen Umfang von insgesamt 40 Leistungspunkten. Hierin werden

  • quantitative Methoden der multivariaten Statistik
  • der Zeitreihenanalyse
  • der Geoinformatik und Geostatistik sowie
  • des maschinellen Lernens und der künstlichen Intelligenz vermittelt.

Daneben werden Techniken der Erdbeobachtung wie die optische Fernerkundung, Spektroskopie, Radar– und Lidarfernerkundung und die dazu benötigten Geländetechniken und Modellierungen des Strahlungstransfers behandelt.

Mögliche Anwendungsbereiche umfassen Teilgebiete der Umwelt–, Geo– und Biowissenschaften wie die Teildisziplinen der Geographie, die Biodiversitätsforschung, die Meteorologie und Klimatologie sowie die Geologie und Geophysik. Um die in den gewählten Anwendungsbereichen erforderliche Wissensgrundlage zu schaffen und zu vertiefen, sind in den ersten beiden Semestern Wahlveranstaltungen in den benachbarten Fächern (zum Beispiel Geographie, Biologie, Meteorologie, Geologie etc.) im Umfang von 20 LP vorgesehen. Dadurch wird Ihnen eine fachliche Spezialisierung in einem oder mehreren Anwendungsfeldern Ihrer Wahl ermöglicht.

Ein Forschungs– und Berufspraktikum im Umfang von 10 LP vertieft darüber hinaus den Praxisbezug und ermöglicht Ihnen einen Einstieg in das gewählte Anwendungsfeld.

Zur kritischen Reflexion der Methoden und Anwendungen ist darüber hinaus ein Ethik und Wissenschaftsmanagement – Modul vorgesehen. Zusätzlich werden Soft Skills des wissenschaftlichen Arbeitens in weiteren Begleitveranstaltungen vermittelt.

Das Gesamtkonzept des Studienganges mit aufeinander aufbauenden Methodenmodulen und einer frei wählbaren Spezialisierung in einem der genannten Anwendungsfelder führt zu einer stärkeren Vertiefung in die jeweilige Forschungsthematik und fördert damit dezidiert das selbständige und interdisziplinäre Denken und Handeln von Ihnen als Nachwuchswissenschaftler:innen.

Über die bestehenden engen Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, insbesondere dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und dem Max-Planck-Institut für Biogeochemie, Jena, werden Sie an große Forschungsverbünde herangeführt und erleben ein sehr diverses Lernspektrum.

  • inhaltlich verbunden mit dem Fernerkundungszentrum für Erdsystemforschung (RSC4Earth) am Standort Leipzig
  • engen Kooperationen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, insbesondere dem Helmholtz – Zentrum für Umweltforschung (UFZ), dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) und dem Max – Planck –Institut für Biogeochemie Jena
  • innerhalb des Universitätsverbundes Halle – Jena – Leipzig bietet der Studiengang einen Schnittpunkt zu
    den Angeboten der Universitäten Jena und Halle
  • Internationalisierung durch ein Berufs– und Forschungspraktikum im Umfang von 10 Leistungspunkten, das u. a. als Auslandspraktikum absolviert werden kann

Den Absolventinnen und Absolventen stehen nach einem erfolgreichen Abschluss des Studiengangs unter anderem die folgenden Erwerbsperspektiven offen:

  • Tätigkeiten an Forschungsinstitutionen mit Schwerpunkt Umwelt– und Geowissenschaften, Datenwissenschaft und Fernerkundung
  • Tätigkeiten in der Lehre und Ausbildung in den Umweltwissenschaften
  • Beratungstätigkeiten
  • Tätigkeiten in Planungs– und Ingenieurbüros
  • Tätigkeiten in der Datenanalyse
  • Tätigkeiten in nationalen und internationalen Regierungsorganisationen und im öffentlichen Dienst
  • Tätigkeiten in Nichtregierungsorganisationen (NGOs)
  • Unternehmen im Bereich Datenwissenschaften, Fernerkundung, Big data analytics etc.

Im dritten Studiensemester müssen Sie ein Praktikumsmodul im Umfang von 10 Leistungspunkten absolvieren. Dieses dient dem Erwerb außeruniversitärer, praktischer Erfahrungen und der Bildung von professionellen Netzwerken außerhalb der Universität. Hierbei bietet insbesondere die enge Kooperation mit dem Helmholtz – Zentrum Umweltforschung GmbH (UFZ) im Rahmen des RSC4Earth einen direkten Zugang zum UFZ. Darüber hinaus helfen Ihnen die Lehrenden bei der Vermittlung von Praktika in anderen Betätigungs– und Erwerbsfeldern.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05. – 15.09.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Beachten Sie unbedingt unsere weiteren Informationen auf den Seiten "Online-Bewerbung" und "Bewerbung für ein Masterstudium".

Internationale Studierende finden Informationen zu den Bewerbungsfristen und zum Bewerbungsverfahren auf der Seite "International".

Zur Zeit ist keine Bewerbung für ein höheres Fachsemester möglich, da der Studienang erst zum Wintersemester 2022/23 mit einem ersten Fachsemester startet.

Visualisierte Zeitreihe, Abbildung: Hannes Feilhauer mit Daten von NASA / USGS