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Politikwissenschaft

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Bachelor of Arts (B.A.)

Alexander Krauß

1. Können Sie sich noch an Ihre ersten Studientage erinnern – wie war Ihr erster Eindruck von der Universität Leipzig?

Ich hatte damals vor allem das Problem, ein Dach über dem Kopf zu finden. Damals gab es kaum WG-Zimmer und zu wenige Studenten-Wohnheime. Die Uni-Welt war vollkommen neu für mich. Man musste sich erst einmal zurechtfinden.

2. Wenn Sie zurückblicken, wie würden Sie Ihr Studium kurz beschreiben?

An mein Studium denke ich gern zurück: An die Professoren, die das Diskutieren liebten. An jene Professoren, die sich über die Vorlesungen hinaus engagierten, indem sie zum Beispiel Exkursionen organisierten. Das Studium hat mich sehr geprägt.

3. Haben Sie jemals an Ihrer Studienwahl gezweifelt? Wenn ja, wie sind Sie damit umgegangen?

An meiner Studienwahl habe ich kein einziges Mal gezweifelt. Ich bin sehr froh, dass meine Erwartungen nicht enttäuscht worden sind.

4. Welche Motivationen haben Ihre Studien- bzw. Berufswahl bestimmt?

Ich wollte etwas studieren, was mich interessiert. Und das war und ist vor allem Politik.

5. Was waren wichtige Stationen auf Ihrem beruflichen Weg?

Nach dem Studium habe ich zuerst als freier Journalist gearbeitet, dann für die Stadtmission Zwickau die Öffentlichkeitsarbeit übernommen. Seit 2004 bin ich Mitglied des Sächsischen Landtages und für die CDU Sozialpolitischer Sprecher.

6. Wie sehr hat Ihr Studium Ihre jetzige berufliche Tätigkeit geprägt? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ihrem Studium und Ihrer Tätigkeit? Können Sie noch Dinge aus Ihrem Studium nutzen?

Gerade das politikwissenschaftliche Studium hat mir geholfen, politische Prozesse zu verstehen. Mit Kollegen wette ich hin und wieder um eine Flasche Wein. Die Wetten gewinne ich fast immer – so wie sie jeder gewinnen würde, der ein Grundstudium der Politikwissenschaft absolviert hat. Was ich in Kommunikations- und Medienwissenschaft über Öffentlichkeitsarbeit gelernt hat, nützt mir auch heute noch sehr viel.

7. Wie sieht ein typischer Arbeitstag in Ihrer jetzigen Position aus?

Jeder Tag ist sehr verschieden: Gremiensitzungen gehören dazu und das Vorbereiten von Vorträgen. Spannend ist der Kontakt mit den Bürgern: Man lernt jeden Tag vieles Neues dazu. Man sieht, wie viele engagierte Menschen es in unserem Land gibt. Und wie viele Menschen nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Eine 40-Stunden-Woche gibt es in der Politik nicht.

8. Was sind die wichtigsten drei Kompetenzen in Ihrem Arbeitsalltag?

Man muss lernen, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen. Ziele muss man mit langem Atem verfolgen (der Soziologe Max Weber nennt die Politik das Bohren dicker Bretter). Und man muss sich Verbündete suchen, um Ziele zu erreichen. Politik ist ein Teamsport.

9. Wie gelingt Ihrer Meinung nach ein guter Berufseinstieg in Ihrer Branche (Einstiegswege, Bewerbungstipps, etc.)?

Wer in der Politik arbeiten möchte, sollte sich bereits während seines Studium ehrenamtlich engagieren – in einer Partei, einer Jugendorganisation oder bei einem anderen Verband. Praktika sind eine gute Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen.

10. Was würden Sie den heutigen Studienanfänger/innen mit auf den Weg geben?

Man sollte zügig studieren. Mindestens ein Semester ins Ausland gehen. Und den Blick über den Tellerrand werfen, indem man zum Beispiel in einem Verein, einem Verband oder einer Kirche ehrenamtlich aktiv ist.

Persönliche Angaben

  • Name: Alexander Krauß
  • Geburtsjahrgang: 1975
  • Studiengang: Politikwissenschaft, Kommunikations- und Medienwissenschaft, evangelische Theologie (Magister)
  • Jahr der Immatrikulation: 1995
  • Jahr der Exmatrikulation: 2000
  • Heutiger Arbeitgeber/Position: Mitglied des Sächsischen Landtages

(Interview Stand Juni 2013)

// Hinweis: Die Studienabschlüsse unserer Absolventinnen und Absolventen können von den heutigen abweichen. Mehr Informationen zu den aktuellen Möglichkeiten findest du hier.